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Jugend und rechte Gewalt

In unserer modernen Gesellschaft gibt es nichts Wichtigeres als gegenseitige Akzeptanz und Toleranz. Werte, die durch rechte Gruppierungen und sogenannte Neonazis immer wieder bedroht werden. Aus diesem Grund war Herr Will, ehemaliger Hauptkommissar und Experte der Extremisten-Szene, am 16.02.2017 an unserer Schule, um über diese allgegenwärtigen Bedrohungen aufzuklären, denn fast täglich werden wir mit extremistischem Gedankengut konfrontiert. Herr Will konzentrierte sich in seinem Vortrag auf die rechtsextreme Szene und deren Vorkommen in der Gesellschaft. Organisiert wurde diese Veranstaltung von der Hanns-Seidel-Stiftung

Die Hells Angels, die Bandidos, der Anschlag bei den Olympischen Spielen, das Oktoberfest-Attentat 1980, der Anschlag auf den Passauer Polizeidirektor Alois Mannichl oder ACAB (“All Cops are Bastards”) sind dabei nur ein paar Beispiele, die von Herrn Will aufgegriffen wurden.

Auch rechte Parteien oder Organisationen gewinnen in Europa immer mehr an Bedeutung, man denke hier zum Beispiel an Pegida. Aber auch die sogenannten Reichsbürger, also Menschen, die den deutschen Staat nicht anerkennen und fest der Meinung sind, es gebe noch das Deutsche Reich, sorgen mehr und mehr für Schlagzeilen. 

Herr Will ging überdies auf die rechte Skinheadszene ein. Diese gibt es in vielen verschiedenen Ausrichtungen, zu nennen wären hier zum Beispiel „Blood and Honour“, „Combat 18“ oder „Hammerskins“. Gemeinsam ist diesen Gruppierungen ihre rechtsextreme Gesinnung, sie sind gewaltbereit und schrecken nicht vor Straftaten zurück. In diesem Zusammenhang wies Herr Will auch darauf hin, dass sich die rechte Szene immer öfter durch ihre Symbolik zu erkennen gibt, um öffentlich ihre Gesinnung zu zeigen. So steht zum Beispiel die Zahl “88” für zweimal den achten Buchstaben im Alphabet, bedeutet somit “HH” und dient als Abkürzung für “Heil Hitler”, auch die Zahl “18” für “AH” (“Adolf Hitler”) oder die “28”, als Abkürzung für “Blood and Honour”, sind hier erwähnenswert. Oft kann man die Gesinnung auch an den Kleidungsmarken erkennen. So werden Schuhe, auf denen ein “N” zu sehen ist, oder Kleidungsstücke der Marke “Consdaple”, welche die Abkürzung “NSDAP” enthält, getragen. Bei den Frauen, den sogenannten “Renees”, sind rechte Tattoos, wie zum Beispiel Hakenkreuze, sehr beliebt.

Mittels Musik wird ebenfalls versucht, junge Menschen zu manipulieren und auf die rechte Seite zu ziehen. Das bekannteste Beispiel ist wohl die ehemalige Band “Landser”. Viele ihrer Lieder befinden sich auf dem Index, weil sie rechtes Gedankengut verbreiten und weil sie zur Volksverhetzung anstiften. Diese Lieder sind zudem ein probates Mittel Propaganda zu verbreiten, weshalb viele Nazis diese auch als Klingelton für ihre Handys einsetzen.

Die Einblicke in die rechte Szene und ihre Machenschaften, die uns Herr Will aufgrund seiner Erfahrungen vermitteln konnte, waren sehr informativ und lehrreich. In der sich anschließenden Diskussionsrunde ging er offen auf jegliche Art von Fragen ein. Alles in allem ein sehr gelungenes Schulprojekt.

Text: Philipp Schubert 13BW1 / Foto: Thomas Heinrich, OStR

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