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Herausragende Seminararbeiten ausgezeichnet

Markus Hoßbach aus Velburg beschäftigte sich im Fach Biologie/Chemie mit Schimmelpilzen und untersuchte eine Unterart genauer, die Fusarien. „Diese bedrohen die Bananenpflanzen und richten in der Landwirtschaft großen Schaden an“, erläuterte der Schüler, der im Rahmen seiner Arbeit mehrere praktische Versuche durchführte. Schimmelpilze können Krankheiten auslösen, die bis zum Tod führen. Sie sind in der Lage, Materialien wie Papier zu zersetzen. Von den Pilzen gehen aber nicht nur Gefahren aus. Man kann sie in der Biotechnologie nutzen und Zitronensäure oder Penicillin herstellen. 

Florian Siermannn aus Neumarkt nahm den Brexit und seine möglichen Folgen genauer unter die Lupe. Der zukünftige Absolvent blickte auf das Verhältnis zwischen der Europäischen Union und Großbritannien zurück. Das Land war erst im Jahr 1973 der Europäischen Gemeinschaft beigetreten. „Es hat sich nie so richtig heimisch dort gefühlt“, meinte Siermann. Die ältere Bevölkerung habe sich beim Volksentscheid für den Austritt ihres Landes aus der EU entschieden, die jüngere plädierte für einen Verbleib, weil sie sich mehr Chancen von der Globalisierung erhofft. Der Schüler interviewte auch den EU-Abgeordneten Albert Deß, der den Austritt Großbritanniens bedauerte.

Anna Wurm aus Deining untersuchte, weshalb Deutschland, Griechenland, Schweden und die Niederlande eine unterschiedliche Anzahl von Flüchtlingen aufnehmen. „Dies liegt daran, weil sich die finanzielle Lage der Länder unterscheidet“. Sie zog dafür das Bruttoinlandsprodukt sowie den Human Development Index (HDI) als  wichtige Parameter heran. Bei einer fairen Beurteilung müsse man ferner die Bevölkerungszahl eines Landes betrachten und aus dieser Sicht leiste das wirtschaftlich schwach aufgestellte Griechenland sehr viel. Schweden betreibe eine sehr offene Asylpolitik, die Niederlande gingen aufgrund rechtspopulistischer Strömungen strenger vor. „Die Entwicklung ist sehr dynamisch“, lautete das Fazit der Schülerin. 

Oliver Hirschmann aus Altdorf beschäftigte sich im Fach Physik mit der Kernfusion, einer nuklearen Reaktion, bei der zwei Atomkerne zu einem neuen Kern verschmelzen. Im Unterschied dazu arbeiten heute existierende Atomkraftwerke nach dem Prinzip der Kernspaltung. Energie mittels Fusion werde sich wirtschaftlich rentabel nicht vor dem Jahr 2050 gewinnen lassen. Derzeit müsste in der Erprobung noch mehr Energie hineingesteckt werden als man schließlich herausbekommt. Der Erprobungs-Reaktor ITER in Frankreich, der die Sonne simuliert, werde frühestens in gut zehn Jahren betriebsbereit sein. Zu den Vorteilen der Kernfusion gehöre, dass die radioaktiven Abfallprodukte nach 70 bis 80 Jahren weitgehend abgebaut seinen, im Gegensatz zu den Hinterlassenschaften heutiger Kernspaltungsreaktoren, die hunderttausende von Jahren strahlen. 

Felix Brendel aus Unterferrieden ging der Flucht und Vertreibung aus Ostdeutschland und dem Sudetenland nach. „Motiviert wurde ich für das Thema dadurch, dass meine Urgroßeltern aus Oppeln (heute polnisch Opole) stammten“, sagte der Schüler. Die Flucht habe sich durch die Durchhaltepolitik der Nazis verzögert, sodass es deutlich mehr Opfer aufgrund von Verbrechen gegeben habe. Brendel griff auf Erlebnisberichte zurück. „Es war unglaublich grausam“, schilderte Brendel seine Einblicke. Auch die Homepages der Landsmannschaften waren für den Schüler wichtige Quellen. 

Linda Neuhofer aus Allersberg verfolgte die kommunale Neugliederung Bayerns durch die Gebietsreform ab 1972 und blickte dabei auch auf ihren Heimatort.   Viele kleinere umliegende Orte seien in den Markt Allersberg eingemeindet worden, der dadurch einen deutlichen Einwohnerzuwachs erfahren hat. „Beim Zugang zum Rothsee hat es dabei Auseinandersetzungen gegeben, weil sowohl die Stadt Roth als auch der Markt Allersberg einen Zugang zum Gewässer haben wollten und den schließlich auch bekommen haben“, erläuterte die Schülerin. Die Zahl der Landkreise sei durch die Gebietsreform von 143 auf 71 geschrumpft. Für ihre Arbeit besuchte die Schülerin auch das Allersberger Archiv.

Amely Scherner aus Neumarkt machte sich auf Spurensuche der Frauenbewegung speziell in den 1920er Jahren, also zur Zeit der Weimarer Republik. „Der Umbruch hat sich aber nur in den Großstädten wie Berlin vollzogen“, erklärte die Schülerin. In der Mode legten viele Frauen das einengende Korsett ab. In Tanz- und Nachtlokalen sowie beim Sport spielten sich die größere gewordene Freizeit und Freiheit ab. Im Jahr 1919 durften Frauen zum ersten Mal in Deutschland wählen. „An der Oberfläche hat es Veränderungen gegeben. Die Männer hatten aber trotzdem viel mehr zu sagen“, resümierte die Schülerin. 

Schulleiter OStD Markus Domeier und Seminarbetreuer OStR Roman Schieder gratulierten namens der Schulgemeinschaft den Autoren der besten Seminararbeiten ganz herzlich!

Text und Foto: FRANZ XAVER MEYER, StD a.D.

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