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Herausragende Seminararbeiten ausgezeichnet

Acht von insgesamt 75 Seminararbeiten an der Maximilian-Kolbe-Fach-und Berufsoberschule (Berufliche Oberschule) wurden von den Lehrkräften mit 15 bzw. 14 Punkten bewertet. Dies entspricht in der Notenskala der Note +1 bzw. 1. Oberstudiendirektor Markus Domeier gratulierte der erfolgreichen Gruppe. „Die Leistungen sind umso höher zu bewerten, weil die Schulzeit sehr kurz und der Leistungsdruck sehr hoch ist“, lobte der Schulleiter das Engagement. „Drei Schüler erzielten im Fach Mathematik 15 Punkte. Das hatten wir noch nie“, wusste Oberstudienrat Roman Schieder, der Betreuer des Seminars.

Alle Schüler, die die 13. Klasse besuchen und die fachgebundene bzw. allgemeine Hochschulreife anstreben, müssen eine Seminararbeit anfertigen, in der sie sich eigenständig in ein selbstgewähltes Thema einarbeiten und wissenschaftliche Arbeitstechniken nachweisen. Nicht allein das Internet darf als Quelle herangezogen werden, es müssen auch herkömmliche gedruckte Quellen ausgewertet werden.

Magdalena Dekrell befasste sich im Fach Sozialkunde/Geschichte mit dem antiken Athen im Zeitraum von 632 bis 322 v. Chr. Die erste Jahreszahl umfasst den Beginn der Regierung des Kleisthenes. Drei Jahrhunderte später war es dann mit Griechenland als Großmacht zu Ende. Die Schülerin beschrieb Kriege, Bündnisse und zeigte die Entwicklung der Demokratie im Mutterland dieser Regierungsform auf. „ Athen hat  mich schon immer interessiert“, sagte die Berchingerin über ihre Motivation.  

Annika Grill aus Postbauer-Heng verfasste selbst eine Kurzgeschichte mit dem Titel „Wenn der Schein dich trügt“. Dabei hatte sie die Aufgabe, den Text in ein historisches und regionales  Umfeld einzubetten. Der Kurzkrimi spielt in Neumarkt in den 1990er Jahren. „Eine Kriminaltechnikerin muss einen Mordfall in der Gothic-Szene mit einem genetischen Fingerabdruck aufklären“, schilderte die erfolgreiche Schülerin den Plot. Sowohl die Gothic-Szene als auch der genetische Fingerabdruck waren spezielle Aspekte, die den 1990er Jahren zuzuordnen sind. 

Katja Lehew aus Berg befasste sich mit der Unterdrückung der schwarzen Bevölkerung in den Südstaaten der USA während des 18. und 19. Jahrhunderts. Im Fokus stand das Gedankengut der weißen Südstaatler gegenüber der Sklaverei und die Rechtfertigung der Leibeigenschaft durch die amerikanische Bevölkerung. „Basis dafür bildete der Roman ´Roots ´von Alex Haley“, sagte die 21-Jährige. 

Isabell Meier aus Deining analysierte die Diskriminierung von Afroamerikanern während der „Jim Crow-Ära“ zwischen 1865 und 1964 mit Schwerpunkt auf den Staat Mississippi. „Meine Basis waren Film und Roman ´The Help` von Kathryn Stockett“, erläuterte die 21-Jährige. Neben dem historischen Hintergrund wurde untersucht, wie sich das Leben von Afroamerikanern in diesem Zeitraum verändert hat. Außerdem beleuchtete die künftige Abiturientin die Ursachen für die gesetzlich verordnete Rassentrennung näher und beurteilte kritisch das Verhalten der Weißen. 

Stefan Gehrs Seminararbeit im Fach Mathematik trägt den sperrigen Titel „Lösungsverfahren von Polynomgleichungen bis zum vierten Grad und der Ansatz über die Lagrange-Resolvente“. „Beim Grad 2 ist die Lösung die jedem noch aus der Schulzeit bekannte `Mitternachtsformel`“, gab der Parsberger einen kleinen Einblick in seine Arbeit.

Felix Geitner aus Breitenbrunn untersuchte ebenfalls im Fach Mathematik Lösungsmethoden von Optimierungsaufgaben. „Unternehmen versuchen Personal optimal einzusetzen und verbinden verschiedene Parameter wie zum Beispiel den Einsatz von Maschinen dabei bestmöglich“, erklärte der 28-Jährige. Mit dem Simplex-Algorithmus werden dabei Variable zusammengeführt. „Es ist angewandte Theorie“, so Geitner. 

Ralf Pröpster aus Berngau nahm das sogenannte Banach-Tarski-Paradoxon unter die Lupe, das auf die beiden polnischen Mathematiker zurückgeht. Der Schüler zeigte das Paradoxon am Beispiel, wenn man eine Kugel in fünf Teile zerlegt. Setzt man diese durch Drehen und Verschieben wieder zusammen, erhält man zwei Kugeln, die jeweils genauso groß sind wie die Ausgangskugel. „Wenn man in die Eisdiele geht, funktioniert das nicht und es bleibt bei einer Kugel Eis. Das Modell funktioniert nur in der Theorie“, tröstete der Schüler die Schleckermäuler, die sich schon Hoffnungen machten.                                 

Felix Lochner aus Burgthann beschäftigte sich mit dem Hauptthema Nachhaltigkeit, das sich inzwischen im Leitbild vieler Firmen findet. Der Schüler wählte dazu den Stifte- und Zeichengeräteproduzenten Faber-Castell aus. Das Traditionsunternehmen unterstützt Aufforstungsprojekte in Südamerika. Damit sichert man seine eigene Rohstoffreserven und unterstützt gleichzeitig die dort lebende Bevölkerung“, schilderte der 20-Jährige die Firmenphilosophie. „Ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit gehören zusammen“, fasste der Schüler sein Fazit zusammen. 

Text und Foto: FRANZ XAVER MEYER, StD a.D.

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