Der Blick über den Tellerrand ...

... wird (nicht nur) im vereinten Europa immer wichtiger.

COMENIUS-Projekt mit Schülern aus Italien und Tschechien

Schon seit 1995 gibt es ein Programm der Europäischen Union mit dem Ziel, die Zusammenarbeit von Schülern und Schulen in der EU zu fördern. Deshalb bietet sie immer wieder einen Schüler-Austausch zwischen verschiedenen Ländern an und ermöglicht es so mit den Jugendlichen, neue Länder und Schulsysteme in Europa kennen zu lernen und natürlich auch eine neue Sprache zu erlernen.

Auch wir von der Maximilian-Kolbe-Schule haben uns schon vor Jahren dem Comenius-Programm angeschlossen. Aktuell werden in dem Projekt "Sprache und Kultur - eine Internetzeitung" Themen aus dem Alltag der Schüler in der jeweiligen Landessprache und in Englisch dargestellt.

Zahlreiche Jungen und Mädchen im Alter zwischen 18 und 20 Jahren aus Tschechien und Italien kamen am Montag, den 25. Oktober 2010 in Neumarkt an.

Im Rahmen einer Willkommensveranstaltung haben sich unsere Gäste vorgestellt und im Gegenzug etwas über uns und unsere Schule erfahren.

Eine ganze Woche haben sie unsere Kultur kennen gelernt, Städte wie Regensburg, Nürnberg und natürlich Neumarkt erkundet und auch an unserem Schulbetrieb teilgenommen.

Betreuende Lehrkräfte waren Maria Giuliana aus Italien sowie Schulleiterin Pawla Hostasowa aus Tschechien.

Anfang April 2011 erfolgte unser Gegenbesuch in Odry, Tschechien.


Nach oben

Cefalù - Italien

Foto © wikipedia, Matthias Süßen - Karte © Google

Die Stadt Cefalù (http://www.comune.cefalu.pa.it/comune/Default.aspx) liegt an der Nordküste Siziliens am Fuß der Rocca di Cefalù, eines 270 Meter hohen Kalkfelsens. Die Entfernung in die Provinzhauptstadt Palermo Richtung Westen beträgt 70 km, nach Messina Richtung Osten 162 km – die nach Neumarkt i.d.OPf. rund 1.900 Kilometer. Sie hat ca. 13.000 Einwohner, die ihren Lebensunterhalt hauptsächlich von Tourismus und Dienstleistungen bestreiten. Weitere Erwerbsquellen sind Landwirtschaft und Fischerei.

Der Grundriss der Altstadt wurde bereits im 12. Jahrhundert angelegt, die Mehrzahl der Häuser stammt aus dem 16. Jahrhundert. Der Dom San Salvatore an der Piazza Duomo – erbaut zwischen 1131 und 1267 – gilt als eines der schönsten Bauwerke aus normannischer Zeit. Die dreischiffige Säulenbasilika mischt Stilmerkmale aus arabischer, byzantinischer und normannischen Kunst. Im Inneren ist sie mit prächtigen Goldmosaiken ausgestattet.

In der vom Vorplatz des Doms aus nach Westen laufenden Via Mandralisca befindet sich das Museo Mandralisca, benannt nach einem privaten Kunstsammler. Zu den Exponaten zählen griechische, römische und arabische Vasen sowie Münzen und eine Muschelsammlung.

In der Nähe des Fischerhafens liegt das Lavatoio medievale, ein öffentlicher Waschplatz aus dem Mittelalter, der möglicherweise auf die Araberzeit zurückgeht. Er wurde tatsächlich bis Mitte des 20. Jahrhunderts von der Stadtbevölkerung benutzt. Ein natürlicher Wasserlauf wird durch mehrere in den Felsen gehauene Becken mit steinernen Waschbrettern geleitet.

Auf dem Felsen Rocca di Cefalù finden sich Spuren aus prähistorischer und antiker Zeit. Dazu zählen die Reste eines Dianatempels aus dem 9. Jahrhundert v. Chr., die Chiesa di Sant’Anna, eine byzantinische Kapelle aus dem 7. Jahrhundert, eine Zisterne aus arabischer Zeit und eine Kastellruine aus normannischer und staufischer Zeit.

In dem Ortsteil Gibilmanna in den Madonie liegt das Santuario di Gibilmanna, ein Marienwallfahrtsort.

Unsere Partnerschule in Cefalù heißt Istituto D’Istruzione Mandralisca di Cefalù (http://ismandralisca.it/) und besteht aus zwei Einrichtungen:  

  • Ein humanistisches Gymnasium, Liceo Classico, gegründet bereits 1934. Besucht wird es von Schülern im Alter zwischen 14 und 19 Jahren, dauert also generell fünf Jahre.
  • Ein Berufsbildungsinstitut für das Hotel- und Restaurantgewerbe, Istiuto Alberghiero, gegründet 1971.

Dort absolviert man zunächst eine dreijährige Ausbildung mit dem Ziel einer beruflichen Erstqualifizierung. An einen gemeinsamen Zweijahreskurs zur Orientierung schließt sich fachspezifisch ein weiteres Jahr an, mit dem ein Abschluss in den Fachrichtungen Küche, Restaurant, Bar und Empfang erworben wird.

Wer möchte, kann danach einen zweijährigen Aufbaukurs zum Erwerb des Fachabiturs als Hotel- und Restauranttechniker oder Technischer Touristikfachmann besuchen. Mit dem Abiturzeugnis wird gleichzeitig die Berufsausbildung in einer auf europäischem Niveau anerkannten Fachrichtungen, z.B. Direktionsassistent einer Restauranteinheit oder Reiseverkehrskaufmann, erworben.

Nach oben

Odry - Tschechische Republik

Foto © www.kuhlaendchen.de

Odry (www.odry.cz) ist eine Stadt in Tschechien. Sie liegt 15 Kilometer nordwestlich von Nový Jičín an der Oder und gehört zum Okres Nový Jičín. Die Entfernung nach Neumarkt i.d.OPf. beträgt rund 600 Kilometer. Der Kernort selbst hat kanpp 5.800 Einwohner, weitere ca. 2.000 Menschen verteilen sich auf insgesamt neun Ortsteile. Bürgermeister ist seit 2007 Herr Pavel Matůšů.

Die Stadt profitierte früher von Blei- und Silbererzgewinnung sowie von Tuchweberei. 1866 nahm die tschechienweit erste Gummiwarenfabrik die Produktion auf. Das städtische Denkmalsschutzgebiet bildet der Marktplatz mit den Bürgerhäusern aus der Zeit der Renaissance, mit der Statue Mariä Himmelfahrt aus dem Jahre 1785 und mit einem herrlich neoklassizistischen Brunnen aus dem Jahre 1897. Der Brunnen ist ein Werk des hier gebürtigen und bedeutenden Wiener Architekten Emil Zimmermann. Denkmalgeschützt sind auch die Reste der mittelalterlichen Befestigung mit der halbkreisförmigen Bastei aus dem 15. Jahrhundert in der Straße Pásová. Das bedeutendste Denkmal ist die gotische Kirche des Hl. Bartholomäus, die in den Jahren 1691-1692 im Barockstil umgebaut wurde. Vom Turm läutet die älteste mährische Glocke aus dem Jahre 1374.

Karte © wikipedia

Im 18. Jahrhundert wurden in Odry und in der nahen Umgebung Blei und Silber gefördert. Bereits im Jahre 1774 wurde hier eine Fabrik zur Herstellung von Wollerzeugnissen gegründet und ab der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Tuchmacherei. 1866 nahm die tschechienweit erste Gummiwarenfabrik die Produktion auf.

Unweit der Stadt bei Klokočůvek (Klein-Glockersdorf) befindet sich der bemerkenswerte Wallfahrtsort Mariastein (Skála Panny Marie). An die Quelle des Wassers, das direkt aus dem Felsen sprudelt, ist die Sage von der Jungfrau Maria gebunden, die hier während des Dreißigjährigen Krieges einen schwedischen Soldaten vor dem Verdursten gerettet haben soll.

Schullogo

Unsere Partnerschule in Tschechien ist die Pädagogische Mittelschule und die Medizinische Mittelschule der heiligen Agnes von Böhmen (http://www.cssodry.cz/). Sie kann auf eine mittlerweile 150-jährige Geschichte zurückblicken, wurde sie doch 1861 von der Landgräfin Charlotte von Fürstenberg – einer großen Gönnerin von Odry – gegründet. Die Schule befindet sich in der Trägerschaft der katholischen Kirche.

Die Pädagogische Mittelschule bietet 4 Ausbildungsrichtungen an:

  • Pädagogisches Lyzeum
  • Vorschulische Pädagogik
  • Soziales Erziehungswesen
  • Soziale Fürsorge.

Sie dauern einheitlich vier Jahre und enden jeweils mit dem Abitur. Praktika gibt es auch: während des dritten und vierten Jahres je einen Tag alle zwei Wochen. Außerdem ein längeres Praktikum: 2,3 oder 4 Wochen - entweder im September oder im Juni. (Die Länge ist vom Fach abhängig.)

Die medizinische Mittelschule bereitet auf Berufe im pflegerischen Bereich vor.

Im Rahmen von Comenius liefen bereits Projekte mit einer litauischen sowie 2008-2010 mit einer belgischen Partnerschule.

Nach oben

Kontakt

Kerschensteinerstr. 7
92318 Neumarkt

Fon: (09181) 406 179 - 0 

Weitere Durchwahlen:

Beratungslehrer - 207
Beauftr. Fachpraxis - 206
Hausmeister - 204

Fax: (09181) 406 179 222
eMail: info|at|fosbos|dot|net
oder per Kontaktformular


Impressum der Homepage

Promotion - Video

Tauchen Sie ein in die Atmosphäre an unserer Schule.

Links
IP